NAR-Seminar

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Do, 09. Oktober 2014, 18 - 20 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 10, Heidelberg

Thema: Alter messen?!

Wahl Hw

Prof. Dr. Hans-Werner Wahl und Martina Miche, M.Sc.
Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg

„Ich  bin so alt wie ich mich fühle" – Forschungsbefunde zum subjektiven Altern

 

 

 

Studien der psychologischen Alternsforschung zeigen: Das gefühlte Alter ist vielfach ein besserer Indikator für Gesundheit und Wohlbefinden einer alternden Person als ihr tatsächliches, chronologisches Alter. Alternsbezogene Einstellungen und Wahrnehmungsmuster, die im gefühlten Alter zum Ausdruck gebracht werden, können den Alternsprozess bis hin zur erwartenden Lebensdauer wesentlich mitbestimmen. In unserem Vortag beleuchten wir zum einen die Mechanismen, durch die sich das subjektive Alterserleben auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Zum anderen werden auch gesellschaftliche Altersbilder und Altersstereotype diskutiert, da sich diese durch Internalisierungsprozesse im subjektiven Alternserleben niederschlagen können und daher einen aussichtsreichen Ansatzpunkt für Interventionsmaßnahmen darstellen.

 

Simm Andreas1

Prof. Dr. Andreas Simm
Interdisziplinäres Zentrum für Altern Halle (IZAH)

Bio-Indikatoren des Alterns – Was sie leisten können (und was nicht)

 

 

 

Die Frage nach dem individuellen Alter einer Person lässt sich weniger leicht beantworten als gedacht. Da man weiß, dass es innerhalb eines Jahrganges eine sehr große Heterogenität bezüglich der individuellen physiologischen Fitness gibt, wurde der Begriff des biologischen Alters eingeführt. Dieses misst den Alters-/ Gesundheitszustand eines einzelnen Menschen im Vergleich zu einem Normalkollektiv. Hierbei konzentriert man sich vor allem auf molekulare Veränderungen auf der Ebene der Moleküle, Zellen, Gewebe bzw. Organe, die durch primäre Alternsmechanismen verursacht werden. Dabei gibt es noch keine eindeutige Parameterzusammenstellung, die als Messparameter des biologischen Alters von allen akzeptiert werden.

 

Gogol

Dr. Manfred Gogol
Akut-Geriatrie und Reha-Geriatrie, Krankenhaus Lindenbrunn, Coppenbrügge

Funktionales Alter – Königsweg der Altersmessung?

 

 

 

Wir wissen, dass das kalendarische und das biologische Alter häufig schon bei jüngeren Menschen nicht miteinander korrespondieren. Ein besonderes Beispiel sind die sogen. Progeriesyndrome. Daneben gibt es in der Medizin den klassischen klinischen Blick, der in der Zwillingsforschung auch empirisch hinsichtlich seiner Aussagefähigkeit belegt ist. Die Funktion von Organen bis hin zur Multimorbidität mit progredienten Einschränkungen ist eine weitere Möglichkeit der Altersbeurteilung, insbesondere wenn diese fortschreiten und zu einer „Systemerkrankung“ werden und damit andere Gewebe, Organe und Funktionen beeinträchtigen. Alter wird häufig auch ausgedrückt in der Form der funktionalen Gesundheit – und diese gewinnt hier eine besondere individuelle und gesellschaftliche Bedeutung – mit verschiedenen Assessmentinstrumenten hinsichtlich der Selbstversorgungsfähigkeit, der Mobilität und der gesellschaftlichen Partizipation. Dies hat im höheren Lebensalter eine zunehmende Bedeutung, da nicht primär die organbezogene, sondere die funktionelle Einschränkung bedeutsam ist. Das Ausmaß und die Auswirkung solcher Einschränkungen auf die Lebensqualität kann und wird von vielfältigen Kontextfaktoren (psychologisch, soziologisch) positiv oder negativ beeinflusst. Funktionale Messungen sind ein wesentlicher, aber nicht ein allein bestimmender Faktor für die Altersmessung.

 

  • Flyer (als PDF-Datei):Flyer-PDF

 

 

Do, 12. Februar 2015, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Heidelberg

Thema: Schlaganfall - Parkinson - Demenz - Gemeinsame Risikofaktoren, gemeinsam bekämpfen?

Hennerici Michael

Prof. Dr. Michael G. Hennerici
Neurologische Universitätsmedizin Mannheim

Risiken des Schlaganfalls und seiner Folgen: welche Konsequenzen ergeben sich aus heutiger Kenntnis?

 

 

 

 

 

Berg Daniela

Prof. Dr. Daniela Berg

Zentrum für Neurologie,  Hertie-Institut für klinische Hirnforschung,  Abteilung Neurodegenerative Erkrankungen, Tübingen

Parkinson – Verstehen und Nutzen der Möglichkeiten unseres Gehirns

 

 

 

 

Beyreuther

Prof. Dr. Konrad Beyreuther
Netzwerk AlternsfoRschung, Universität Heidelberg

Der Demenz davonlaufen - Prävention, Therapie und Rehabilitation bei Alzheimer Krankheit

 

 

 

 

 

 

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Letzte Änderung: 05.08.2014
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