NAR-Seminar

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Do, 12. Februar 2015, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Heidelberg

Thema: Schlaganfall - Parkinson - Demenz - Gemeinsame Risikofaktoren, gemeinsam bekämpfen?

Hennerici Michael

Prof. Dr. Michael G. Hennerici
Neurologische Universitätsmedizin Mannheim

Risiken des Schlaganfalls und seiner Folgen – Welche Konsequenzen ergeben sich aus heutiger Kenntnis?

 

 

 

In den vergangenen 25 Jahren ist es gelungen, die Sterblichkeitsrate eines Schlaganfalls drastisch zu verringern. In  der letzten Dekade ist  auch die Häufigkeit des Auftretens eines Schlaganfalls bei Patienten mit nachweislichen Faktoren eines erhöhten kardio-zerebro-vaskulären Risikos um 40 % gesunken, zB bei  Manifestation einer transienten ischämischen Attacke des Herzen oder Gehirns, Nachweis einer Gefäßverengung der Koronar- oder Hirnarterien, allgemeinen Gefäßrisikofaktoren wie Hypertonie,  vaskulär relevanten Stoffwechselstörungen, Nikotin-, Medikamenten- oder Drogenabusus, Herzrhythmusstörungen oder Erkrankungen des Gerinnungssystems - wenn es gelingt,  durch ein konsequentes Therapiekonzept entgegenzusteuern.

Mit zunehmend steigender Lebenserwartung und verbesserten Behandlungsmöglichkeiten vorausgehender schwerer Krankheiten (zB Tumorerkrankungen, muskulo-skeletaler Krankheiten oder Infektionen) sind allerdings die Schlaganfallereignisse in ein höheres Lebensalter verlagert (> 80 Jahre), ihre Manifestationsformen verändert (es treten häufiger Hirnblutungen auf als bisher), Komplikationen verstärkt (Infektionen und Stoffwechselstörungen) und die Chancen einer Rehabilitation verzögert oder verringert. Hinzu treten psychische und Verhaltensauffälligkeiten (Depressionen, Stimmungs- und Konzentrationsstörungen) sowie Zeichen einer beginnenden Demenz als Folge der Hirngefäßerkrankung oder Ausdruck einer zusätzlich sich einstellenden neurodegenerativen Krankheit. Die Bedeutung dieses Paradigmenwechsels  für Prävention und Therapiestrategien sollen erläutert und diskutiert werden.

 

 

Berg Daniela

Prof. Dr. Daniela Berg

Zentrum für Neurologie,  Hertie-Institut für klinische Hirnforschung,  Abteilung Neurodegenerative Erkrankungen, Tübingen

Parkinson – Verstehen und Nutzen der Möglichkeiten unseres Gehirns

 

 

 

Das Privileg viel länger zu leben als frühere Generationen beinhaltet einen der stärksten Risikofaktoren für Parkinson: das Alter. Aber es ist nicht nur das Alter, welches das Risiko für diese schwere, immer noch unheilbare Erkrankung erhöht. Die jahre-, möglicherweise sogar jahrzehntelange Prodromalphase der Erkrankung weist darauf hin, dass der langsame neurodegenerative Prozess durch unterschiedliche Faktoren initiiert oder verstärkt werden kann. Neben verschiedenen genetischen Varianten, die das Risiko für Parkinson in unterschiedlichem Ausmaß erhöhen, finden unterschiedliche Umwelt- und Lebensstilfaktoren zunehmend Beachtung. Besonders diskutiert werden Pestizide, bestimmte Berufe, Harnsäurewerte und Gehirnverletzungen einerseits und Tabak- und Koffeinkonsum, Einnahme von NSAID und körperliche Aktivität andererseits. Viele dieser Faktoren haben auch Einfluss auf das Risiko für Alzheimer oder Schlaganfälle.  

 

Beyreuther

Prof. Dr. Konrad Beyreuther
Netzwerk AlternsfoRschung, Universität Heidelberg

Der Demenz davonlaufen Prävention, Therapie und Rehabilitation bei Alzheimer Krankheit

 

 

 

In Europa leben derzeit 6,3 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die damit zusammen hängenden Kosten betragen laut European Brain Council 228 Millionen Euro pro Tag. Die Alzheimer-Krankheit ist für etwa 80 Prozent aller Demenzen verantwortlich. Therapeutisch in den Krankheitsverlauf einzugreifen erweist sich als äußerst schwierig. Völlig anders verhält es sich mit Prävention und Früherkennung, denn die Zahl der Demenz Neuerkrankungen ist in den vergangenen 20 Jahren um etwa ein Viertel zurückgegangen. Warum das so ist wird im Vortrag erläutert.

 

  • Flyer (als PDF-Datei):Flyer-PDF erst ab Februar 2015!

 

 

Do, 18. Juni 2015, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Heidelberg

Thema: Wo ist der Patient? Menschen mit Demenz – eine Herausforderung für die Klinik und ihre Mitarbeiter

 

Steinhagen-thiessen

​​Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH

N.N.

 

 

 

 

Baer Marion

Dr. Marion Bär
Kompetenzzentrum Alter, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg

Wo ist der Patient? Menschen mit Demenz – Eine Herausforderung für die Klinik und ihre Mitarbeiter

 

 

 

 

Schulz-sabine

 

Sabine Schulz
Alzheimer Gesellschaft Mannheim-Selbsthilfe Demenz e.V.

Krankenhaus und Demenz - Was ich als Angehöriger wissen muss

 

 

 

 

 

 

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(mit Möglichkeit zum Videovortrag)

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 17.12.2014
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