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43. NAR-Seminar I Hez und Sturz

05. Dezember 2019, 17-19 Uhr, Universität Heidelberg am Universitätsplatz, Alte Aula, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

 

 

Prof. Dr. med. Clemens Becker I Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart 
„Der erste Sturz bringt das Alter, der zweite Sturz bringt den Tod“ (García Márquez) – Stimmt das noch?

Stürze und sturzbedingte Verletzungen gehören in der Gesundheitsberichterstattung des Bundesgesundheitsministeriums zu den wichtigsten fünf Gründen für den Verlust qualitätsadjustierter Lebenszeit älterer Menschen. Die Prävention, Behandlung und Rehabilitation ist in den letzten 10 Jahren deutlich effektiver geworden. Allerdings werden die damit verbundenen Fragen immer noch verdrängt und vernachlässigt, was zu einer Unterbehandlung führt und zahlreiche Chancen einer Verbesserung nicht genutzt werden. Allein durch eine verbesserte Behandlung in der Unfallchirurgie lassen sich mehrere tausend Todesfälle vermeiden. Eine angemessene Prävention erfolgt bei weniger als 20 % der Zielgruppe. Die Rehabilitation ist meist zu kurz und nicht nachhaltig. Eine vorläufige Antwort auf den Nobelpreisträger lautet daher: nur wenn wir uns des Problems nicht annehmen. Nelson Mandela hatte eine andere Sicht auf das Thema. Seine Antwort wird am Ende des Vortrags vorgestellt.

 

Dr. Carl-Philipp Jansen I Netzwerk AlternsfoRschung, Heidelberg
Lebensraumnutzung und Mobilität im höheren Alter: Bedeutung und Ausprägung in verschiedenen Kollektiven

Es gibt mehrere Definitionen für den Begriff Life-Space (auch „Lebensraum“), die dessen Verbindung mit der sozialen Umwelt hervorheben und es als Maß für soziale Teilhabe bzw. Isolation heranziehen, oder es als eher räumliche Ausdehnung des Gebiets sehen, innerhalb dessen man sich bewegt. Dadurch hat es auch einen klaren Bezug zu Mobilität im Sinne der Fertigkeit, sich innerhalb der eigenen Umwelt zu bewegen. Der Vortrag gibt eine Einführung in die Bedeutung und Ausprägung dieses aufschlussreichen, jedoch noch recht „jungen“ Parameters; erste Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien mit in eigener Häuslichkeit lebenden Senioren, kognitiv eingeschränkten Personen und Pflegeheimbewohnern werden gezeigt und diskutiert.

 

 

Prof. Dr. med. Eberhard Scholz I Universitätsklinikum Heidelberg
Aus dem Takt geraten: Wenn das Herz einen zu Fall bringt

Etwa 100000 mal pro Tag schlägt das menschliche Herz und im Normalfall bekommt man davon gar nichts mit. Umso mehr fällt es einem auf, wenn man seinen Herzschlag plötzlich spürt, sei es durch Stolperschläge, Herzrasen oder Aussetzer. Überschreiten solche Herzrhythmusstörungen ein gewisses Maß, kann es zu Unwohlsein, Schwindel bis hin zu Ohnmachtsanfällen kommen. Ereignisse dieser Art nehmen mit dem Alter zu und erfordern nicht selten ärztliches Handeln. In diesem Vortrag wird eine Übersicht über „schwindelerregende“ Herzrhythmusstörungen, deren Folge und mögliche Behandlungsstrategien gegeben.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 16.12.2019
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