Nachwuchsgruppe "Arzneimittelsicherheit bei älteren Menschen / Oxidativer Stress und Altern"

Die Nachwuchsgruppe nimmt sich zwei unterschiedlichen Themen an.

1. Arzneimittelsicherheit bei älteren Menschen

Polypharmazie (Verordnung von 5 oder mehr Arzneistoffen gleichzeitig), die Verordnung potentiell inadäquater Medikation für ältere Menschen, unangemessene Dosierungen, potentiell schwerwiegende Arzneimittelinteraktionen, verminderte Adhärenz sowie Arzneimittelapplikationsprobleme sind in der älteren Bevölkerung häufig. Es ist das Ziel der Nachwuchsgruppe die Relevanz der oben genannten medikationsbezogenen Probleme für patienten-relevante Endpunkte zu erheben. Hierzu zählen Symptome, die oft unerwünschte Arzneimittelwirkungen darstellen, Frakturen, kardiovaskulären Ereignisse, Hospitalisierungen, kognitive Einschränkungen, Einweisungen ins Pflegeheim, Multimorbidität, Gebrechlichkeit und ein frühzeitigen Tod.

 

2. Oxidativer Stress und Altern

Die Freie-Radikal- oder Oxidativer-Stress-Theorie des Alterns beschreibt die Zellalterung als eine Funktion von akkumulierenden freien Radikalen der sogenannten reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). ROS sind natürliche Produkte der Energiesynthese in den Kraftwerken der Zellen – den Mitochondrien. ROS sind für die Signal-Weiterleitung in Zellen wichtig, sind allerdings auch sehr reaktionsfreudig und können Schaden an Proteinen und der DNA anrichten. Oxidativer Stress entsteht dann in Zellen, wenn die natürliche ROS-Synthese nicht durch vorhandene anti-oxidative Moleküle ausgeglichen werden kann.

In der Vergangenheit war das Hauptproblem für groß angelegte Studien mit Menschen, dass ROS nicht in Plasma- oder Serumproben gemessen werden können, weil sie eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Es werden in jüngster Zeit aber vermehrt Biomarker-Messmethoden entwickelt, die die Konzentration von Reaktionsprodukten der ROS im Blut messen. Es ist das Ziel der Nachwuchsgruppe zu erforschen, ob diese indirekten Biomarker für oxidativen Stress mit der Sterblichkeit und alterungsbedingten Krankheiten zusammenhängen. Zellschädigungen durch ROS werden zu den Ursachen der Entstehung von vielen chronische Krankheiten des höheren Lebensalters, wie Typ-2-Diabetes, koronare Herzkrankheit, Krebs und Demenz gezählt, aber es gibt wenig Beweise für diese Hypothesen aus prospektiven Kohortenstudien. Zusätzlich ist die Nachwuchsgruppe daran interessiert epigenetische Mechanismen der Regulation von Redox-Signalwegen zu identifizieren, die zu der Entstehung von alterungsbedingten Erkrankungen beitragen können.

 

Schoettker Ben

 

Prof. Dr. Ben Schöttker
Junior Research Group Leader

 

 

 

 

 

Hoppe

 

Liesa Katharina Hoppe

 

 

 

 

 

Muhlack

 

Dana Clarissa Muhlack

 

 

 

 

Gao Kl

 

Xin Gao

 

 

 

 

 

Anusruti Neu Kl

 

Ankita Anusruti

 

 

 

 

Xuan Kl

 

Yang Xuan

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 20.01.2017
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