Epidemiologie

Anusruti Neu Gr
Ankita Anusruti - International Health M.Sc.

Netzwerk AlternsfoRschung
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg

Tel: +49 (0)6221 54 8143
anusruti@nar.uni-heidelberg.de

Fellows: Prof. Dr. Ben Schöttker

 

Der Zusammenhang zwischen Lebensstil-Faktoren, oxidativem Stress und gesundem Altern

Die Theorie der freien Radikale, die postuliert, dass reaktive Sauerstoffspezies (ROS) in den Alterungsprozess involviert sind, hat viel Aufmerksamkeit erregt. Jedes Ungleichgewicht zwischen ROS und Antioxidantien auf zellulärer Ebene löst oxidativen Stress aus. Durch Schädigung von Lipiden, Proteinen und DNA stört oxidativer Stress die normale Zellfunktion und trägt zur Zellalterung bei. Daraus lässt sich schließen, dass die Erhöhung antioxidativer Abwehrmechanismen und/oder die Verminderung der ROS-Produktion oxidativen Stress reduzieren können und dadurch den Alterungsprozess verzögern können.

Lebensstil-Faktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung, wenig körperliche Aktivität, hoher psychologischer Stress und Übergewicht werden in der Literatur als Risikofaktoren für hohen oxidativen Stress diskutiert. Die Modifikation dieser Lebensstil-Faktoren könnte hohen oxidativen Stress verhindern und folglich als Angriffspunkt für „gesundes Altern“ dienen. Um „gesundes Altern“ zu operationalisieren, sollen drei Marker des Alterns berücksichtigt werden: Die epigenetische Uhr, die Länge der Telomere, und das Auftreten von Demenz. Die epigenetische Uhr ermöglicht die Schätzung des biologischen Alters eines Gewebes, indem die altersabhängige DNA-Methylierung gemessen wird. Telomere sind eine Region sich wiederholender Nukleotidsequenzen an jedem Ende eines Chromosoms, die diese vor einer zu starken Verkürzung bei vielen Zellteilungen schützen. Es wurde bereits nachgewiesen, dass die Länge der Telomere mit zunehmendem Alter abnimmt. Eine Demenz entwickelt sich für gewöhnlich erst im höheren Lebensalter und sie kann als pathologischer Endpunkt des Alterns betrachtet werden.

Die Forschungshypothese lautet, dass „gesundes Altern“, bedingt durch einen gesunden Lebensstil, teilweise über das Aufrechterhalten eines Redox-Gleichgewichts in den Zellen erklärt werden könnte. Die Ergebnisse der Arbeit können in die Praxis der Gesundheitsversorgung in Form von Empfehlungen für Verhaltensänderungen integriert werden. Durch diese soll oxidativer Stress reduziert und dadurch altersbedingten Erkrankungen wie Demenz vorgebeugt werden.

Das Projekt basiert auf den Daten zweier großer prospektiver Kohortenstudien: Der Allgemeinbevölkerungsstudie “ESTHER” (http://esther.dkfz.org/esther/) und einer Kohorte von Diabetespatienten namens “DIANA” (http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11428-013-1117-0).

 

Lebenslauf

seit 09/ 2016   Mitglied der Nachwuchsgruppe von Ben Schöttker am Netzwerk AlternsfoRschung (NAR), Universität Heidelberg
seit 09/ 2016   Doktorandin in der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung, Deutsches Krebsforschungszentrum,Heidelberg
09/ 2015 - 08/ 2016     Master der Epidemiologie, Maastricht Universität, Maastricht, Niederlande
09/ 2013 - 09/ 2014   Master of Science in International Health, Institute für Public Health, Universität Heidelberg
2005 - 2010   Bachelor der Zahnmedizin. NTR Universität für Gesundheitswissenschaften, Andhra Pradesh, India
     
     

 

 

 

 

 

 

kutsubinas: E-Mail
Letzte Änderung: 07.04.2017
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