Psychologie

Sarah Labudek - Psychologin M.Sc.
Netzwerk AlternsfoRschung
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg

Tel: +49 (0)6221 54 8115
labudek@nar.uni-heidelberg.de

Fellows: Dr. Michael Schwenk

 

Integration alltagsintegrierten Trainings bei älteren Menschen als Gesundheitsverhaltensänderung

Der Rückgang der körperlichen Funktionsfähigkeit im Alter geht für viele Menschen mit Einbußen in ihrem Wohlbefinden und ihrer Lebensqualität einher. Um dem altersbedingten Abbau von Kraft und Gleichgewicht sowie der reduzierten körperlichen Aktivität entgegenzuwirken, bietet das Lifestyle-integrated Functional Exercise (LiFE) Programm eine Reihe funktioneller Übungen und Aktivitäten, die ganz nebenbei in den Alltag integriert werden können.

Die erfolgreiche Integration der LiFE-Übungen und generell mehr körperlicher Aktivität in den Alltag basiert auf mehreren Faktoren und bedarf einer standardisierten und strukturierten Vorgehensweise. Im LiFE-Programm werden daher nicht nur die LiFE-Übungen selbst angeleitet, sondern den Teilnehmenden werden auch verschiedene psychologische Strategien an die Hand gegeben, die den Prozess der Gesundheitsverhaltensänderung unterstützen. Diese Strategien umfassen unter anderem die (intrinsische) Motivation, mit Überzeugung und von sich aus zu trainieren. Zusätzlich sind Selbstwirksamkeit, also der Glaube daran, dass man eine spezifische Herausforderung meistern kann und viel Selbstdisziplin, die sich in verschiedenen Planungs- und Bewältigungsstrategien niederschlägt, entscheidend um mit den LiFE-Übungen zu beginnen und das neuerlernte Verhalten langfristig beizubehalten.

Standardmäßig wird LiFE individualisiert über eine Reihe von Hausbesuchen vermittelt. Aus Kostengründen ist die flächendeckende Implementierung über diesen individualisierten Ansatz jedoch schwierig. Im Rahmen von Pilotstudien in Kanada (Fleig et al., 2016), den USA (Gibbs et al., 2015), und am NAR wurde deshalb ein gruppenbasierter Ansatz entwickelt.

Im Rahmen des Dissertationsprojektes wird 1) ein LiFE strukturiertes Vorgehen zum LiFE-Gruppentraining auf Basis der existierenden Pilotstudien entwickelt 2) im Rahmen eines großangelengten RCT der individualisierte LiFE Ansatz mit dem Gruppenansatz im Hinblick auf die Effektivität in Bezug auf Kraft und Balance, sowie die Veränderung von individuellen Faktoren (z. B. Motivation, Selbstwirksamkeit) sowie gruppenbezogenen (z. B. Gruppenkohäsion, Trainingsadhärenz) Faktoren verglichen.

 

Auszeichnungen und Stipendien

  • 2016 Baden-Württemberg-Stipendium für ein Semester an der Drexel University, Philadelphia, USA

  • 2013 ERASMUS-Stipendium für ein Semester an der University of Jyväskylä, Finnland


Veröffentlichungen

 

Kurzlebenslauf

seit 11/2017 Doktorandin am Netzwerk Alternsforschung (NAR), Uni Heidelberg  
2015 - 2017    Master of Science in Psychologie – Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft, Universität Mannheim                   
2016 - 2017  Wissenschaftliche Hilfskraft, Lehrstuhl für Gesundheitspsychologie, Universität Mannheim  
2015 - 2017 Wissenschaftliche Hilfskraft, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Universität Heidelberg  
2011 - 2014 Bachelor of Science in Psychologie, Universität Mannheim

 

 

kutsubinas: E-Mail
Letzte Änderung: 18.12.2017
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