NAR-Kollegiaten

Veröffentlichungen
Kurzlebenslauf

Soethe

 

Dr. Astrid Söthe-Röck
(korrespondierende Kollegiatin)

Linkpfeil Evangelisches Altenzentrum Bruchsal

 

 

 

 

Musik im gesunden Alter und mit Alzheimerdemenz

Musik macht Spaß, -ganz gleich wie alt man ist. Während die Bedingungen und Voraussetzungen des Musizierens und Musikhörens in Kindheit und Jugend bisher gut erforscht sind, weiß man über Musik im Alter bisher erst wenig. Gerade im Alter kann das eigene Musizieren und das Hören von Musik ganz neue Funktionen einnehmen.
Aber mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an der Alzheimerdemenz zu erkranken. Bisher wurde das Thema Musik und Alzheimerdemenz vor allem aus musiktherapeutischer Perspektive beleuchtet. Wie sich die Demenzerkrankung auf musikalische Fähigkeiten auswirkt, ist bisher unklar.

In meiner Dissertationsstudie habe ich Fähigkeiten im Umgang mit kurzen musikalischen Rhythmen gesunder Älterer und Patienten mit leichter Alzheimerdemenz untersucht. Diese Studie wurde als Kooperationsarbeit zwischen der Sektion Gerontopsychiatrie der Uniklinik Heidelberg (Leitung Prof. Johannes Schröder) und des IBFM Paderborn (Leitung Prof. Heiner Gembris) durchgeführt.

In einem zweiten Schritt (in Kooperation mit dem DKFZ, Abteilung Radiologie unter der Leitung von Prof. Marco Essig) wurde mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren (fMRT) die neuronale Aktivität im Umgang mit den Rhythmen beobachtet. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob sich die Unterschiede der Teilnehmergruppen im Umgang mit den Rhythmen auch auf neuronaler Ebene zeigen.

Mit diesen Arbeiten sollen grundlegende Informationen zum Einfluss des Alterungs- und Krankheitsprozesses auf die musikalische Wahrnehmung und Produktion gewonnen werden.

In einem folgenden Projekt beschäftige ich mich mit der Frage, wie das aktive Musizieren im Alter insgesamt gefördert werden kann. Das Musizieren im Alter trägt zu Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit bei. Dennoch sind bisher erst wenige ältere Menschen z.B. an Musikschulen aktiv. Gründe und Handlungsansätze sollen auch auf der Basis eigener Umfragen generiert werden.

Folgende Fragen werden meine Arbeit im NAR-Kolleg zukünftig leiten:

  • welche unterschiedlichsten Facetten hat Musik im Alter und mit Alzheimerdemenz?
  • wie ist der aktuelle Stand in Forschung und Praxis?
  • wie kann man musikalische Aktivität im Alter/ und mit Alzheimerdemenz insgesamt fördern?
  • wie können einzelne Aktivitäten sinnvoll vernetzt und für den Nutzer transparent gemacht werden?

Innerhalb des NAR-Kollegs können interdisziplinäre Antworten auf diese Fragen entwickelt werden.

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Veröffentlichungen

  • Söthe-Röck, A. (2010). Musik im Alter und mit Alzheimerdemenz. Fähigkeiten im Umgang mit kurzen musikalischen Rhythmen. Paderborn: Dissertation. Dissertation verfügbar unter http://ubdok.uni-paderborn.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-12536/Dissertation%20Soethe-Roeck.pdf
  • Söthe-Röck, A. (2010). Rhythmus und Alzheimerdemenz - Dem "Aus dem Takt kommen" sinnvoll begegnen. Musiktherapeutische Umschau, 31 (3), XXX.
  • Söthe-Röck, A. (2010). Zwischen Hoffnung und Erwartung - Aspekte zu Musik und Alzheimerdemenz. Musiktherapeutische Umschau, 31 (2), 123-130.
  • Söthe, A. (2008). Musikalische (Lern-)Fähigkeiten im Alter und mit Alzheimerdemenz. In: Gembris, H. (Hrsg). Musik im Alter. Soziokulturelle Rahmenbedingungen und individuelle Möglichkeiten. Frankfurt: Peter Lang Verlag.

 

Kurzlebenslauf 

2000 - 2004 Studium der Musikwissenschaft und Philosophie an der TU Berlin. Während dieser Zeit Praktikantin im Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung Heidelberg, an der Staatsoper Berlin (Musiktheaterpädagogik) und im Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig
2004 - 2006 Aufbaustudium Musikvermittlung/Konzertpädagogik an der Hochschule für Musik Detmold
2006 - 2008 Promotionsstipendium der Universität Paderborn (Prof. Dr. Heiner Gembris, IBFM Paderborn, in Kooperation mit der Uniklinik Heidelberg, Sektion Gerontopsychiatrie unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Schröder.)
seit 2008 Stipendiatin des NAR-Kollegs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sokoll: Admin
Letzte Änderung: 07.11.2011