NAR-Kollegiaten

Kurzlebenslauf

Birgit Kramer

Birgit Kramer - Dipl.-Volkswirtschaftlerin

Netzwerk AlternsfoRschung
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg


b.kramer@eh-ludwigsburg.de

Fellows: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Prof. Dr. Herbert Plischke

 

Die Akzeptanz neuer Technologien bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz

Pflegende Angehörige von Alzheimerpatienten haben mit sehr spezifischen Problemen zu kämpfen. Neue Technologien (z.B. Ambient Assisted Living – AAL) können sowohl Ihnen als auch dem Patienten helfen, den Alltag mit Alzheimer besser zu bewältigen. In Kooperation mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge, USA möchte ich untersuchen, welche neuen Technologien bzw. Innovationen zur Pflege zur Verfügung stehen und inwieweit diese neuen Technologien bekannt sind und akzeptiert und als hilfreich angenommen werden.

Meine These ist, dass mit dem Verlauf der Krankheit die Akzeptanz für neue Technologien einer Normalverteilungskurve folgt.
Zu Beginn der Alzheimererkrankung ist die Akzeptanz eher gering, da der Alltag auch ohne Hilfe bewältigt werden kann. Mit dem Verschlimmern der Symptome steigt dann sowohl der Bedarf an neuen Technologien als auch die Akzeptanz und sinkt dann wieder Richtung Endstadium, da hier der Patient tendenziell in einem Pflegeheim untergebracht ist und die Notwendigkeit neuer Technologien für eine Pflege zu Hause nicht mehr gegeben ist.

Die Kurve für das Bewusstsein bzw. die Erkenntnis, dass solche Technologien existieren läuft der Akzeptanzkurve voraus, d.h. sie ist eher eine schiefe Verteilungskurve mit einem längeren Anstieg auf der linken Seite. Eine neue Technologie muss zunächst einmal bekannt sein um sie auch akzeptieren zu können. Des Weiteren möchte ich untersuchen, welche anderen Faktoren neben dem Fortschreiten der Erkrankung eine solche Akzeptanz beeinflussen und welche Faktoren das Bewusstsein für neue Technologien mitbestimmen. Hierzu werde ich in Kooperation mit der Arbeitsgruppe um Prof. Josef F. Coughlin (AgeLab, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA) einen Fragebogen entwickeln, der die Situation der pflegenden Angehörigen erfassen soll. Diese Studie wird sowohl in den USA als auch in Deutschland durchgeführt werden. Anhand von Fokusgruppeninterviews soll danach untersucht werden, mithilfe welcher Maßnahmen die Akzeptanz und das Bewusstsein für neue Technologien gesteigert werden kann.

Kooperation

AgeLab
Massachusetts Institute of Technology
One Amherst Street, Room E40-279
Muckley Building
Cambridge, MA 02142
USA

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Kurzlebenslauf

1989 - 1994 Studium der Volkswirtschaftslehre an Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, Abschluss Diplom, Prädikatsexamen
1995 - 1997 Anstellungen als Management Trainee bei der Allianz AG, Konstanz bzw. Stuttgart und beim Arbeitsamt in Konstanz
1998 - 2005 Erziehungszeit
2005 Projektmanagerin bei NEPCO, einer E-Commerce Company in Waltham, USA
2005 - 2006 Research Associate am AgeLab, MIT (Massachusetts Institute of Technology) Cambridge, USA
seit 2006 Selbständige Mitarbeiterin und Research Associate am AgeLab, MIT, Cambridge, USA
seit 5/2010 Stipendiatin des NAR-Kollegs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 20.09.2017