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NAR-Seminar: Musik im Alter

Do 15. März 2012, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 13

 

Eckart Altenmüller

 

Prof. Dr. Eckart Altenmüller
Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule für Musik und Theater Hannover

Es ist nie zu spät: Hirnphysiologische Anpassungen beim Musizieren im Alter! (Videovortrag 35 min.)

 

 

 

Lebenslange Neuroplastizität sorgt dafür, dass das Nervensystem auch in höherem Alter neue Anforderungen bewältigt. Ein besonders effektiver „Stimulus“ ist dabei das Musizieren. Hochkomplexe Bewegungsmuster werden mit zahlreichen Sinneseindrücken von Augen, Ohren und von der Körperwahrnehmung koordiniert. Durch strebsames Üben verbessern sich nach und nach die Bewegungen und werden ökonomischer. Auch die Wahrnehmung verfeinert sich. Es ist nie zu spät für das Erlernen eines Instruments, allerdings sollte ein übermäßiger Leistungsanspruch vermieden werden, um nicht Frustration zu erzeugen. Im günstigen Fall sind diese musikalischen Aktivitäten mit starken positiven Emotionen und mit hoher Motivation verbunden – der optimale Nährboden für Anpassungsvorgänge im Zentralnervensystem.

 

 

Sonntag Jan

 

Jan Sonntag, Dipl. Musiktherapeut FH
Praxis Alte Wache, Hamburg

Musiktherapie in der Begleitung demenzbetroffener Menschen (Videovortrag 36 min.)

 

 

 

Musik wird häufig als Königsweg im Umgang mit Menschen mit Demenz bezeichnet - eine Idealisierung einerseits, andererseits eine zutreffende Formulierung für den kaum bemessbaren Wert des Mediums in psychosozialer Arbeit. Der Vortrag gibt eine Einführung in qualifizierte Musiktherapie in der Begleitung von mittel- bis hochgradig dementen Menschen. Aspekte musiktherapeutischer Praxis und Theorie werden vorgestellt und anhand von Film- und Tonaufnahmen erlebbar gemacht. Besonders herausgestellt wird die Bedeutung von Musik als Selbstausdruck und Möglichkeit der Teilhabe an einer in immer weitere Ferne rückenden Welt. Als Schlüssel zu einem Verständnis für den hohen Stellenwert von Musik im Leben und Zusammenleben dementer Menschen wird der Begriff Atmosphäre vorgestellt.

 

 

Soethe

 

Dr. Astrid Söthe-Röck
Evangelisches Altenzentrum, Bruchsal

Musikalische Vielfalt im Alltag älterer und pflegebedürftiger Menschen (Videovortrag 25 min.)  

 

 

 

Musikalische Aktivitäten und Bedeutungen sind vor allem vielfältig. Und das auch im Alter. Im Rahmen von Forschungsperspektiven wird der Einsatz von und der Umgang mit Musik unter fokussierten Fragestellungen untersucht. Wissenschaftliche Perspektiven und Methoden zum Thema Musik im Alter und mit Demenz werden vorgestellt und diskutiert. Außerdem werden Grundlagen und Voraussetzungen musikalischer Aktivitäten im Alter thematisiert, wie z.B. Musizieren, Musikhören, Musiklernen. Zuletzt werden Bedeutungen von Musik im Rahmen einer Einrichtung der Altenhilfe vor dem Hintergrund unterschiedlichster Formen, Rahmen, Akteuren und Lebenssituationen aufgezeigt. Auf der Basis dieser Beobachtungen werden offene Forschungsfragen generiert. Der Vortrag möchte in einem optimistischen Ausblick musikalische und kulturelle Vielfalt im Alter und in Einrichtungen der Altenhilfe aufzeigen.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 05.11.2012
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