40. NAR-Seminar I Soziale Beziehungen im Alter

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22. November 2018, 17-19 Uhr, Universität Heidelberg am Universitätsplatz, Neue Aula, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg

 

Prof. Dr. Cornelia Wrzus I Universität Heidelberg

Wer ist allein, wer ist einsam? Veränderungen in sozialen Beziehungen über die Lebensspanne

Soziale Beziehungen sind für die meisten Menschen ein bedeutsamer, vielleicht sogar der bedeutsamste, Teil ihres Lebens. Gleichwohl ändern sich soziale Beziehungen über das gesamte Leben: in der Anzahl, der Qualität und auch den Auswirkungen auf die Menschen, die an ihnen beteiligt sind. Der Vortrag stellt aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema soziale Beziehungen im Erwachsenenalter und höheren Alter vor und erläutert Faktoren, die zur Veränderung sozialer Beziehungen beitragen. Darüber hinaus wird auf die Wirkung von sozialen Beziehungen auf Persönlichkeitsentwicklung und Wohlbefinden, z. B. Lebenszufriedenheit oder Einsamkeit eingegangen.

 

 

 

 

Prof. Dr. Astrid Riehl-Emde I Universitätsklinikum Heidelberg

Mein Mann ist zwar etwas dünn und klapprig, aber...? Ambivalenzen in jahrzehntelangen Paarbeziehungen

Im Titelzitat „Mein Mann ist zwar etwas dünn und klapprig, aber...“  kommt eine Ambivalenz zum Ausdruck, die häufig in den Aussagen älterer und alter Paare vermittelt wird. Sind wir enttäuscht über eine solche Aussage nach jahrzehntelanger Beziehung? Mutet dieses Zitat eventuell sogar etwas absurd an? Einerseits kann man sich wundern, andererseits könnte die Aussage Ausdruck einer vielschichtigen Komplexität sein, in der ein über Jahrzehnte austarierter Prozess zum Ausdruck kommt, der viele paarspezifische Themen erfolgreich regelt.

 

 

 

 

Prof. Dr. Monika Reichert I Technische Universität Dortmund

Familiäre Pflege: Eine soziale Interaktionsform mit Licht und Schattenseiten

Die Familie – so wird immer wieder betont – ist nach wie vor der „größte Pflegedienst der Nation“ und in den letzten Jahrzehnten hat sich eine Fülle von Forschungsarbeiten mit diesem Thema befasst. So ist vielfach belegt worden, dass die häusliche Pflege von (älteren) Angehörigen eine soziale Interaktionsform ist, die von Licht- und Schattenseiten begleitet wird. Zu den Schattenseiten zählen dabei zweifellos die vielfältigen physischen und psychischen Belastungen, denen pflegende Angehörige häufig ausgesetzt sind. Andererseits erlebt ein großer Teil von ihnen die Pflegetätigkeit als sinnvoll und bereichernd, denn sie kann beispielsweise die Beziehung zum Pflegebedürftigen deutlich verbessern und/oder den Familienzusammenhalt stärken. In diesem Vortrag soll es nach einer kurzen Darstellung von Daten und Fakten zur häuslichen Pflege insbesondere darum gehen, Wege aufzuzeigen, wie die Schattenseiten der Pflegetätigkeit vermindert oder vermieden bzw. die positiven Seiten der Pflege erhöht werden können. Da diesbezüglich vielfältige Möglichkeiten vorhanden sind, soll der Schwerpunkt der Ausführungen auf die Förderung von hilfreichen sozialen Beziehungen für pflegende Angehörige und der damit potenziell verbundenen sozialen Unterstützung gelegt werden.

 

 

 

 

 

Moderation I Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther

Minipfeil Rotflyer

 

Das nächste Seminar zum Thema: "Kunst und Demenz" findet am 28. Februar 2019 statt

  • Im Garten der Liebe
    Björn Kaltwasser M.A., Theatertherapeut DGfT reg., Wiesbaden
  • durch einander – Über das Zusammenspiel von Kunst und Demenz
    Dr. Oliver Schultz, Bildender Künstler und Germanist, Wiesbaden
  • Kunst von Menschen mit Demenz: Beispiele aus der Sammlung Prinzhorn
    PD Dr. phil. Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg

 

 

 

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Letzte Änderung: 01.10.2018
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