Alter(n) im Wandel I Ausstellung und Vortragsreihe

Visual für Alter(n) im Wandel: Perspektiven auf das Älterwerden in Gesellschaft, Arbeit und KulturMittwoch 17.06.2026, 12.00 Uhr I Altern – ein Leben lang
Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung „Altern – ein Leben lang“ zeigt 21 ausgewählte Werke aus einem Bilderwettbewerb, den das Netzwerk AlternsfoRschung der Universität Heidelberg veranstaltet hat. Sie setzen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Altern auseinander – humorvoll, berührend, nachdenklich oder kritisch. Die Beiträge reichen von Fotografien über Zeichnungen und Collagen bis hin zu Patchworkarbeiten und machen sichtbar, wie vielfältig Altern erlebt wird – körperlich, geistig, sozial und emotional. Um Anmeldung wird gebeten.   

 © Leumel

 

 

Hans-wernerwahl 62752 Lotteostermann Neu Sw17.06.2026, 12.30–13.30 Uhr I Altersbilder in Forschung und Gesellschaft
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Universität Heidelberg, Netzwerk AlternsfoRschung

Die Entwicklung der Alternsforschung kann auch als Entwicklung von Alterns- und Menschenbildern verstanden werden. Sie bilden gewissermaßen die „Meta-Ebene“ bzw. die Paradigmen, die dann konkrete Alternsforschung in welche Richtung auch immer antreiben. Im Rahmen des Vortrags erfolgt im ersten Schritt eine Auseinandersetzung mit den sog. Defizitmodellen des Alterns. Diesen Defizitmodellen werden im zweiten Schritt Modelle bzw. Visionen im Sinne von Altern als einem chancenreichen Entwicklungsprozess gegenübergestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden vor dem Hintergrund der „Reframe Aging“ Initiative vor allem in den USA rezente konzeptuelle und empirische Entwicklung in der Psychologie des Alterns näher betrachtet. All dies ist einzubetten in gesellschaftliche Altersbilder und deren Wandlungsprozesse.


 

24.06.2026, 12.30–13.30 Uhr I Alter(n) in unterschiedlichen Kulturen – Perspektiven aus Japan und Nepal
Dr. Vincent B. Lesch, Institut für Japanologie | Dr. Roberta Mandoki, HCTS
 

Cv Lesch _vincentAlter und Überalterung in Japan
Dr. Vincent B. Lesch, Institut für Japanologie Universität Heidelberg

Japan zählt zu den am stärksten alternden Gesellschaften der Welt und steht damit exemplarisch für demografische Herausforderungen, die zunehmend auch andere Länder betreffen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Überalterung in Japan und beleuchtet deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Arbeitsmarkt und soziale Sicherungssysteme. Dabei stehen jedoch nicht nur die Herausforderungen, sondern auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter und Altern im Fokus.

 

 

 

1 PlatzhalterKathmandus Elderscapes: Neuverhandlungen von Altern und Care im urbanen Nepal
Dr. Roberta Mandoki, HCTS

Meine Arbeit befasst sich mit den tiefgehenden Veränderungen und Neuverhandlungen von Altern und Care in Nepal aus der Sicht älterer Menschen, die Teil der urbanen Mittelklassen des Kathmandu-Tals sind. Dabei erkunde ich, wie sich diese sozialen Transformationen im urbanen Raum manifestieren und dessen heterogene Struktur weiter umgestalten. Um diese Räumlichkeit urbanen Alterns greifbarer zu machen, entwickelte ich das Konzept von elderscapes (basierend auf Katz 2009) als vielschichtige physische, soziale oder vorgestellte Räume. Dieser Vortrag bietet eine ethnologische Perspektive auf die Verflechtungen von Altern, Care und Stadt in Nepals Hauptstadtregion und lässt bisher wenig gehörte Senior*innen, Aktivist*innen und Pflegepersonal aus dem globalen Süden zu Wort kommen.

 

 

1 Platzhalter01.07.2026, 12.00–13.00 Uhr I Demografischer Wandel und Hochschulen
Prof. Dr. Moritz Heß, Hochschule Niederrhein, Gerontologie

Der demografische Wandel durch steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten wird auch Hochschulen vor neue Herausforderungen stellen. Der Vortrag beleuchtet mögliche Auswirkungen auf Studierende und Beschäftigte, darunter Themen wie pflegende Studierende, Altersdiskriminierung und ältere Promovierende.

 

 

 

 

1 Platzhalter08.07.2026, 12.00–13.00 Uhr I Menopause@work – was sind die Wechseljahre?
Prof. Dr. Andrea Rumler, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Wirtschaftswissenschaften

Die MenoSupport-Studie gibt erstmals umfassende Einblicke in die Arbeitsrealität von Frauen in den Wechseljahren in Deutsch-land. Prof. Andrea Rumler erläutert die Auswirkungen der Meno-pause auf Arbeitsalltag und Arbeitsfähigkeit, stellt mögliche Unterstützungsmaßnahmen vor und beleuchtet den gesellschaft-lichen, politischen sowie internationalen Umgang mit dem Thema.

 

 

 

Wrzus Kl15.07.2026, 12.30–13.30 Uhr I Wie kann „Altern“ gelingen? – Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Einstellungen, Lebensstil und Wohlbefinden
Prof. Dr. Cornelia Wrzus, Universität Heidelberg, Psychologisches Institut

„Altwerden ist nichts für Feiglinge“ urteilte Joachim Fuchsberger – und dieser Vortrag zeigt, wie ein gelingendes Älterwerden trotz mancher Herausforderungen aktiv unterstützt werden kann. Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wird beleuchtet, welche Rolle positive und zugleich realistische Einstellungen zum Altern für Gesundheit und Wohlbefinden spielen. Darüber hinaus geht es um den Einfluss des Lebensstils, in Bezug auf Bewegung, soziale Kontakte und geistig anregende Aktivitäten. Durch Fragen zum richtigen Maß von Aktivität und Annehmen von Veränderungen soll der Vortrag dazu einladen, neue Perspektiven auf das Älterwerden zu gewinnen.

 

 

 

 

 

 

 

Netzwerk AlternsfoRschung, Raum 120, Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 03.07.2026
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