Nachwuchsgruppe I Arzneimittelsicherheit bei älteren Menschen / Oxidativer Stress und Altern

Die Nachwuchsgruppe beschäftigt sich mit zwei unterschiedlichen Themen.

Zum einen soll zu der Arzneimitteltherapiesicherheit im Alter geforscht werden. Hierbei liegt der Fokus auf Medikamente, die bei jüngeren Probanden risikoarm sind, jedoch im Alter aufgrund von eingeschränkten Organfunktionen (z. B. der Niere) ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen aufweisen.

Zum anderen befasst sich die Nachwuchsgruppe mit dem Zusammenhang von oxidativem Stress, der in Blut- oder Urinproben von älteren Studienteilnehmern gemessen wurde, mit den typischen Alterserkrankungen, wie z.B. der Demenz. 
 

Schoetker Gruppe Neu

Gruppenfoto 2019 für die zweite Projektphase 02/2019-01/2022
Thi Ngoc Mai Nguyen, Kira Trares, Li-Ju Chen und Ben Schöttker (v.l.n.r.)
 

Schoetker Gruppe2 Neu

Gruppenfoto 2016 für die erste Projektphase 02/2006-01/2019
Im Vordergrund: Ankita Anusruti. Yang Xuan, Dana Clarissa Muhlack, Ben Schöttker, Liesa Katharina Hoppe, Xin Gao (v.l.n.r.)

 

 

Schoettker Ben

PD Dr. Ben Schöttker

Nachwuchsgruppenleiter

 

 

 

 


 

Die Nachwuchsgruppe nimmt sich zwei unterschiedlichen Themen an:

1. Arzneimittelsicherheit bei älteren Menschen

Polypharmazie (Verordnung von 5 oder mehr Arzneistoffen gleichzeitig), die Verordnung potentiell inadäquater Medikation für ältere Menschen, unangemessene Dosierungen, potentiell schwerwiegende Arzneimittelinteraktionen, verminderte Adhärenz sowie Arzneimittelapplikationsprobleme sind in der älteren Bevölkerung häufig. Es ist das Ziel der Nachwuchsgruppe die Relevanz der oben genannten medikationsbezogenen Probleme für patienten-relevante Endpunkte zu erheben. Hierzu zählen Symptome, die oft unerwünschte Arzneimittelwirkungen darstellen, Frakturen, kardiovaskulären Ereignisse, Hospitalisierungen, kognitive Einschränkungen, Einweisungen ins Pflegeheim, Multimorbidität, Gebrechlichkeit und ein frühzeitigen Tod.

(Diesem Thema sind die folgenden Doktoranden/Doktorandinnen zugeordnet. Bitte klicken Sie auf die Namen für weitere Informationen.)

 

Chen KlLi-Ju Chen (2. Projektphase)

Polypharmazie und potenziell ungeeignete Medikamente bei älteren Darmkrebspatienten

 

 

 

 

 

Mai Kl

Mai Nguyen (2. Projektphase)

Der Schmerzmitteleinsatz in der älteren deutschen Bevölkerung und seine Auswirkungen auf Magen-Darm-Geschwüre, die Nierenfunktion und kardiovaskuläre Ereignisse

 

 

 

 

 

Hoppe

Liesa Katharina Hoppe (1. Projektphase)

Das Risiko von Serum-Kalium-Spiegeln außerhalb des Normbereichs für kardiovaskuläre Ereignisse – mit einem besonderen Fokus auf Arzneimittel, die die Kaliumausscheidung beeinflussen

 

 

 

 

 

Muhlack

Dana Clarissa Laetsch, geb. Muhlack (1. Projektphase)

Potentiell inadäquate Medikamente für ältere Erwachsene – Risikofaktoren und Zusammenhänge mit der Gebrechlichkeit und Mortalität

 

 

 

 

 

2. Oxidativer Stress und Altern

Die Freie-Radikal- oder Oxidativer-Stress-Theorie des Alterns beschreibt die Zellalterung als eine Funktion von akkumulierenden freien Radikalen der sogenannten reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). ROS sind natürliche Produkte der Energiesynthese in den Kraftwerken der Zellen – den Mitochondrien. ROS sind für die Signal-Weiterleitung in Zellen wichtig, sind allerdings auch sehr reaktionsfreudig und können Schaden an Proteinen und der DNA anrichten. Oxidativer Stress entsteht dann in Zellen, wenn die natürliche ROS-Synthese nicht durch vorhandene anti-oxidative Moleküle ausgeglichen werden kann. In der Vergangenheit war das Hauptproblem für groß angelegte Studien mit Menschen, dass ROS nicht in Plasma- oder Serumproben gemessen werden können, weil sie eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Es werden in jüngster Zeit aber vermehrt Biomarker-Messmethoden entwickelt, die die Konzentration von Reaktionsprodukten der ROS im Blut messen. Es ist das Ziel der Nachwuchsgruppe zu erforschen, ob diese indirekten Biomarker für oxidativen Stress mit der Sterblichkeit und alterungsbedingten Krankheiten zusammenhängen. Zellschädigungen durch ROS werden zu den Ursachen der Entstehung von vielen chronische Krankheiten des höheren Lebensalters, wie Typ-2-Diabetes, koronare Herzkrankheit, Krebs und Demenz gezählt, aber es gibt wenig Beweise für diese Hypothesen aus prospektiven Kohortenstudien. Zusätzlich ist die Nachwuchsgruppe daran interessiert epigenetische Mechanismen der Regulation von Redox-Signalwegen zu identifizieren, die zu der Entstehung von alterungsbedingten Erkrankungen beitragen können.

(Diesem Thema sind die folgenden Doktoranden/Doktorandinnen zugeordnet. Bitte klicken Sie auf die Namen für weitere Informationen.)

 

Kira Kl

Kira Trares (2. Projektphase)

Risikoabschätzung vaskulärer Demenz mit Hilfe von Entzündungsparametern, Lipiden und Biomarkern für oxidativen Stress

 

 

 

 

 

 

Anusruti Neu KlAnkita Anusruti (1. Projektphase)

Die Risikofaktoren und präventiven Faktoren für erhöhte Serumspiegel von Biomarkern für Oxidativen Stress – mit einem Fokus auf Übergewicht und Typ-2-Diabetes

 

 

 

 

 

Gao Kl

Xin Gao (1. Projektphase)

Biomarker für oxidativen Stress und mit ihnen zusammenhängende DNA-Methylierung: Die Zusammenhänge mit der Entstehung von Krebs

 

 

 

 

 

Xuan KlYang Xuan (1. Projektphase)

Eine Evaluation von Biomarkern für oxidativem Stress als Risikofaktoren für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder den Typ-2-Diabetes mellitus in der älteren Allgemeinbevölkerung sowie als Risikofaktoren für Diabetes-Komplikationen

 

 

 


 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 29.03.2021
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