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NAR-Seminar: Lebensziel 100 Jahre?

28. Januar 2010, 17 - 19 Uhr, Neue Aula

  

Petra Boukamp

 

Prof. Dr. Petra Boukamp
Abteilung Genetik der Hautcarcinogenese, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

Telomere und Alterung: Bestimmen die Chromosomenenden den Alterungsprozess? (Videovortrag 27 min.)

 

 

 

Alterung ist, wie der große Alterungsforscher Tom Kirkwood zu sagen pflegt, einer der wichtigsten aber am wenigsten verstandenen Prozesse. Aufgrund seiner Komplexität gab und gibt es hunderte von Theorien und möglicherweise sind alle zusammengenommen ein Stückchen „Wahrheit“.

Eine Alterungstheorie die in den letzten 10 Jahren besondere Aufmerksamkeit erlangt und durch den diesjährigen Nobelpreis noch weiter an Bedeutung erfahren hat, ist die Hypothese, die besagt, dass sich die Enden der Chromosomen, die Telomere, ständig verkürzen und dass es aufgrund dieser Verkürzung schlussendlich zum Wachstumsstillstand der Zelle kommt. Hieraus entwickelte sich die Hypothese, dass zum einen diese regelmäßige und ständige Verkürzung ein Maß für die Zahl von Verdopplungen, die eine Zelle durchlaufen hat. Zum Anderen bedingt dies, dass ab einer bestimmten Verkürzung das Chromosom, also das genetische Material, das essentiell ist, damit eine Zelle und schließlich auch unser gesamter Organismus funktionieren kann, nicht mehr geschützt ist. Und so gibt es Mechanismen, die der Zelle signalisieren, dass, wenn eine gewisse Verkürzung der Telomere eingetreten ist, sie sich nicht mehr teilen darf, da es sonst zu Veränderungen kommt, die zum Tod der Zelle führen oder aber sie so verändern, dass eine Krebszelle entstehen kann. D.h. die Telomere sind die Wächter der Integrität unseres genetischen Materials und nehmen deshalb auch eine besondere Stellung im Alterungsprozess und bei der Krebsentstehung ein.

 

 

Christoph Rott

 

Dr. Christoph Rott
Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg

Hundertjährige - körperlich gebrechlich, aber psychisch robust (Videovortrag 29 min.)

 

 

 

Beispiele von Hundertjährigen mit außergewöhnlicher Gesundheit und Fitness faszinieren seit Jahrhunderten Forscher und die Öffentlichkeit. Repräsentative Bevölkerungsstudien korrigieren diese zu positive Sicht des sehr hohen Alters. Nur ein kleiner Teil der Hundertjährigen ist zu einer selbstständigen Lebensführung in der Lage. Die meisten weisen mehrere körperliche Krankheiten auf. Auch von Demenzen bleiben sie nicht verschont. Im Gegensatz zu den körperlichen Ressourcen sind die psychischen Ressourcen für ein sehr langes Leben erstaunlich gut ausgeprägt. Hundertjährige geben an, genauso glücklich wie 40- und 60-Jährige zu sein. Ihre Fähigkeit, sich an ein eingeschränktes Leben anzupassen, ist außerordentlich hoch. Der subjektiv erfahrene Wert des eigenen Lebens ist höher als man erwarten könnte.

 

 

Käthchen Erny

 

Aus dem Leben eines Hochbetagten (Videovortrag 23 min.)

Käthchen Erny im Gespräch mit Dr. Andreas Lauenroth, NAR-Kolleg

 

 

 

 

Der Traum vom ewigen Leben ist schon uralt und zusammen mit der Unsterblichkeit Stoff zahlreicher Filme. Laut einer neuen Studie wird die Hälfte der heute Neugeborenen 100 Jahre oder älter. Doch die Menschen werden nicht nur älter, sie bleiben auch länger gesund und selbständig. Die Gründe sind vielfältig.

Hier gehts zu einem ausführlichen Interview mit Kätchen Erny: Interview des Monats

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 06.11.2012
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