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NAR-Seminar: Klima und Alter

Do, 05. Juni 2014, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Neue Aula, Heidelberg

 

Sauerborn R

Prof. Dr. Rainer Sauerborn
Institute of Public Health, Universitätsklinikum Heidelberg

Verursacher und Betroffener - Der Mensch im Spannungsfeld von Klimawandel und Gesundheit [Video], [Folien]

 

 

 

Der eben veröffentlichte Bericht des Weltklimarates weist auf erhebliche Gesundheitsrisiken des Klimawandels hin, die in einer um 4 °C erwärmten Welt nicht mehr beherrschbar sein werden. Klimasensible Krankheiten umfassen kindliche Unterernährung, Infektionskrankheiten, Durchfallerkrankungen, die Ausbreitung  bestimmter Infektionskrankheiten, die Folgen von Extremwetterereignissen und seelische Erkrankungen. Ältere Menschen leiden besonders unter Hitzewellen. Ein Grund hierfür sind ihre häufig vorbestehenden chronischen Erkrankungen und deren medikamentöse Behandlung. Untersuchungen zeigen aber auch, dass alternde Gesellschaften nicht nur besonders unter den Klimaveränderungen leiden, sondern auch in besonderem Maße zum Klimawandel beitragen. Der Vortrag wird beide Aspekte dieses Spannungsfeldes behandeln. Außerdem werden Möglichkeiten zur Verbindung von Klima- und Gesundheitsschutz aufgezeigt.

 

Vandenberg Alina

 

Alina Vandenbergh 
NAR-Kolleg, Netzwerk AlternsfoRschung, Universität Heidelberg

Auswirkungen von thermischer Belastung auf den Menschen und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz [Video], [Folien]

 

 

 

In der Hitzewelle im August 2003 gab es in Baden-Württemberg 1100 hitzebedingte Todesfälle. Dauer, Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen werden durch den Klimawandel zunehmen. In der deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel formuliert die Bundesregierung für den Gesundheitssektor u.a. das Ziel, den Schutz der Bevölkerung in Hitzeperioden zu verbessern. Zu beachten ist hier, dass Menschen über 75 Jahren besonders anfällig für hitzebedingte Gesundheitsschäden sind. Im Vortrag wird einerseits geklärt, wie sich die Temperaturen speziell im Rhein-Neckarraum entwickeln und welche Gruppen hierdurch besonders gefährdet sind. Andererseits werden Präventionsmaßnahmen auf privater und öffentlicher Ebene diskutiert. Hierbei werden auch Ergebnisse aus der eigenen Studie zur Rolle der Hausärzte bei der Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden einfließen.

 

Baumueller Nicole

 

Dipl.-Ing. Nicole Baumüller
AKBW SRL-Regionalgruppensprecherin Baden-Württemberg

Städte im Klimawandel – Möglichkeiten der Stadtplanung zur Minderung von Hitzebelastungen [Video und Folien derzeit nicht verfügbar]

 

 

 

Städte müssen sich dem Klimawandel stellen. Dabei müssen sie sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels aktiv werden. Aktuelle Untersuchungen zum Klimawandel zeigen, dass der sommerliche Hitzestress bis Ende des Jahrhunderts signifikant zunehmen kann. Hitzewellen können dabei, wie der Sommer 2003 bereits gezeigt hat, die Lebensqualität, das Wohlbefinden und die menschliche Gesundheit belasten. Ballungsräume und dicht besiedelte Städte sind wegen dem sogenannten Wärmeinseleffekt besonders betroffen. Der Vortrag zeigt die mögliche Entwicklung klimawandelbedingter Hitzebelastungen in verschiedenen deutschen Städten auf und stellt Handlungsoptionen der Stadtplanung zur Minderung von extremen Hitzebelastungen vor.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 24.03.2015
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