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NAR-Seminar: Hören, Sehen, Schmecken im Alter

12. Mai 2011, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 15

 

Plinkert, Peter

 

Prof Dr. Peter Plinkert
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universität Heidelberg

Wiederherstellung des Gehörs beim älteren Menschen (Videovortrag 39 min.)

 

 

 

Es wird allgemein akzeptiert, dass die Leistungen von Augen und Gehör mit zunehmendem Alter nachlassen und tatsächlich treten Beeinträchtigungen der Sinnesfunktionen Sehen, Hören, Riechen und Schmecken bei älteren Menschen häufiger auf, als bei jungen.

Ein typisches Symtom der Verschlechterung des Gehörs ist eine Störung der Sprachverständlichkeit und der sogenannte „Cocktailparty-Effekt“. Die Ursache hierfür liegt im Verlust der äußeren Haarsinneszellen, insbesondere im mittleren und hohen Frequenzbereich. Hier gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:  (1.) konventionelle Hörgeräteversorgung, (2.) teil- und vollimplantierbare Hörgeräte, (3.) Cochlea Implantat (CI) und (4.) Hybrid-Systeme (Kombination aus CI und Hörgerät).

Das Cochlea Implantat ist eine Prothese, deren Aufgabe darin besteht, die Funktion des Innenohres zu ersetzen. Ein Cochlea-Implantat besteht aus mehreren Komponenten. Zu ihnen gehören ein Mikrophon, eine Signalverarbeitungseinheit, eine Energieversorgung, eine Vorrichtung zur Signalübertragung und eine Stimulationseinheit zur Abgabe elektrischer Reize. Zur Reizung (Stimulation) des Hörnerven dienen metallische Elektroden.

In meinem Vortrag werde ich im Wesentlichen auf die Hörrehabilitation mit dem Cochlea Implantat und Hybridsystem eingehen.

 

 

Lemmen, Klaus Dieter

 

PD Dr. Klaus-Dieter Lemmen
St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf

Der veränderte Blick - Augenkrankheiten bei Malern (Videovortrag 23 min.)

 

 

 

Der graue Star (Katarakt)  von Claude Monet, eine Netzhautblutung von Edvard Munch in seinem funktionell einzigen Auge und die schon früh einsetztende Makuladegeneration bei Edgar Degas haben die Arbeitsweise und den künstlerischen Ausdruck dieser Maler erheblich beeinflusst. Ihre Bilder lassen nicht nur Hinweise auf das krankheitsspezifisch veränderte Sehen zu, sondern zeigen am Beispiel Edvard Munchs die Emotionen, die die Angst vor Erblindung hervorruft.

 

 

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Prof. Thomas Hummel, M.D.
Department of Otorhinolaryngology, University of Dresden Medical School

Riechen und Schmecken im Alter (Videovortrag 25 min.)

 

 

Bereits vor 100 Jahren konnte gezeigt werden, dass mit zunehmendem Alter die intranasale chemsosensorische Sensitivität abnimmt. Zahlreiche Untersuchungen bestätigten diesen Befund für verschiedene Duftstoffe und unterschiedliche Aspekte wie Duftidentifikation, Geruchsschwelle, Geruchsdiskrimination und das Riechgedächtnis. Anatomische Korrelate finden sich sowohl auf der Ebene des Riechepithels als auch auf höheren Stufen zentralnervöser olfaktorischer Informationsverarbeitung. Obgleich im Hinblick auf die Alterasabhängigkeit intranasaler trigeminaler Chemorezeption deutlich weniger Untersuchungen vorliegen, erscheint ihr Rückgang mit zunehmendem Alter dem des olfaktorischen Systems ähnlich, so dass sich der chemosensorische Alterunsgsprozess als multifunktionales Ereignis darstellt. Allerdings legen Ergebnisse jüngerer Studien nahe, dass Riecheinbußen im Alter kein unausweichliches Phänomen sind.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 01.12.2011
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