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NAR-Seminar: Bildung im Alter

Do 07. Juli 2011, 17 - 19 Uhr, Neue Aula, Neue Universität


Stadelhofer, Carmen

 

Carmen Stadelhofer
Akademische Direktorin, Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW), Universität Ulm

Kompetenzerhalt, Ressourcennutzung und Qualifizierung für neue Aufgaben im Alter (Videovortrag 28 min.)

 

 

 

Die Altersgruppe 55+ hat viele Gesichter, sie besteht aus Menschen mit unterschiedlicher gesundheitlicher Verfasstheit, unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, verschiedensten Lebensstilen und sozialen Milieus, die sich innerhalb und zwischen Ländern beträchtlich unterscheiden können – genau wie bei anderen Teilen der Bevölkerung auch. Ältere Erwachsene besitzen Erfahrungen und Fähigkeiten, die für die Gesellschaft und jüngere Generationen kostbar sind, etwa durch die Weitergabe ihrer personellen, sozialen und professionellen Kompetenzen. Ältere Arbeitende und ihre spezifischen Kenntnisse werden auf dem Arbeitsmarkt dringend benötigt. Die aktive Partizipation und soziale Inklusion von Menschen in der nachberuflichen Phase stärkt die Zivilgesellschaft und ist für das Gedeihen der gesamten Gesellschaft unabdingbar, sie sind aber auch, den neuster Ergebnissen der Hirnforschung und Bildungsforschung zu Folge, enorm wichtig für den Gesundheitserhalt im Alter. Zielgruppensensible Angebote der allgemeinen wissenschaftsfundierten Weiterbildung sollen dazu beitragen, die Kompetenzen und Produktivität Älterer zu sichern und diese auf neue Tätigkeitsfelder und Aufgaben im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements in Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft vorzubereiten.
Die interaktive interessens- und anwendungsbezogene Nutzung des Internets fördert auf ganz neue Art Bildungsprozesse im Alter und die Bildung von weitgehend selbstgesteuerten sozialen Gemeinschaften, die zum einen die Kompetenzen ihrer Mitglieder abrufen und für die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer innerhalb der Gruppe sowie für den Dialog Alt-Jung nutzbar machen, zum anderen zu neuen Lernprozessen und zur Erweiterung von Kompetenzen anregen.

 

 

Tippelt, Rudolf

 

Prof. Dr. Rudolf Tippelt
Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, LMU München

Weiterbildung im Alter (Videovortrag 31 min.)

 

 

 

Bildung ist ein Menschenrecht und sie fördert die Realisierung von Lebensentwürfen, eine selbständige und selbstverantwortliche Lebensführung und stärkt soziale Kontakte. Dennoch fällt die Weiterbildungsbeteiligung ab ca. dem 50. Lebensjahr deutlich ab, wobei sich die schulischen Erfahrungen, Migration, die Art der Erwerbstätigkeit und vor allem die subjektiven Vorstellungen von Alternsprozessen auf die Bildungsbereitschaft stark auswirken. Da die Alternsprozesse sehr individuell verlaufen, gibt es auch sehr verschiedene Haltungen zum Lernen und typische Bildungsinteressen. Manche bevorzugen z.B. die expliziten formalen Lernorte, andere wiederum eher das informelle Lernen im privaten Ambiente. Die neue Studie „Competences in later Life“ (CILL) – angeschlossen an die internationale Kompetenzmessung – wird künftig einen tieferen Einblick in die Lernmöglichkeiten der Älteren im Alltag aufzeigen können.

 

 

Stanek, Silke

 

Dipl.-Gerontol. Dipl.-Pädagog. Silke Stanek
Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) Speyer e.V.

Lernen, Verstehen, Handeln - Bildung im Alter aus Sicht der Praxis (Videovortrag 34 min.)

 

 

 

Sich mit dem eigenen Altern auseinandersetzten, neue Möglichkeiten der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz kennenlernen oder über aktuelle gesellschaftspolitische Themen diskutieren, schon diese wenigen Beispiele zeigen: Bildung im Alter ist vielfältig und so differenziert wie die Bedürfnisse älterer Menschen selbst. Welche Möglichkeiten bestehen, die praktische Bildungsarbeit an diesem unterschiedlichen Bedarf auszurichten und die Biografie der einzelnen Teilnehmenden sowie ihre Lerngewohnheiten zu berücksichtigen, wird in diesem Vortrag anhand von Beispielen aus der Bildungsarbeit mit älteren Frauen und Erfahrungen in Schulungsmodulen für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz dargestellt.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 15.10.2012
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