NAR-Kolleg zu Heidelberg

Präambel

Interdisziplinarität in der für die Alternsforschung notwendigen Breite und Tiefe erfordert neue Wege des Wissenstransfers, der eine Verbindung zwischen den Fächern, aber auch zwischen Theorie und Praxis sicherstellt.

Um die notwendige Verbindung von "disziplinärer Tiefe" mit "interdisziplänerer Breite" zu erreichen, wird das NAR-Kolleg zu Heidelberg gegründet.

Im NAR-Kolleg arbeiten gleichzeitig bis zu acht Kollegiaten sowie bis zu acht Fellows. Kollegiaten sind herausragende Wissenschaftler aus den in den drei NAR Forschungsbereichen vertretenen oder diesen nahestehenden Fächern, die ein Zertifikat auf dem Gebiet des Wissenstransfers anstreben. Fellows sind Professoren des NAR, Gastprofessoren, Professoren im Forschungssemester oder Wissenschaftler im Ruhestand der gleichen Fächerbereiche. Die Berufung von Kollegiaten und Fellows erfolgt nach Ausschreibung durch den Direktor des NAR in Absprache mit den am NAR tätigen Forschungsgruppenleitern und nach Einholung der Empfehlung des internationalen Wissenschaftlichen Beirats des NAR. Die Kollegiaten werden aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen ausgewählt, um eine kritische Verständigung sicher zu stellen, die nur durch die gleichzeitige Anwesenheit unterschiedlichster Denkdisziplinen möglich wird.

Das NAR-Kolleg ist der Nachwuchsförderung verpflichtet und sieht in den Fellows wichtige Partner dieses Fördergedankens. Eine Zusammenarbeit mit dem Marsilius-Kolleg, der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina wird angestrebt.

Das wissenschaftliche Leben am Kolleg wird durch die Kollegiaten und Fellows im Rahmen der Themenstellung "disziplinäre Tiefe" und "interdisziplinäre Breite" und in Erfüllung ihrer Funktion als Überbrücker, Übersetzer und Vermittler zwischen den Disziplinen selbst gestaltet und soll von externen Verpflichtungen weitgehend freigehalten werden. Das von jedem Stipendiat und Fellow nach einer angemessenen Einarbeitungszeit in Anlehnung an zwei der drei Forschungsbereiche des NAR gewählte Thema der translationalen Forschung wird vor den Kollegiaten und Fellows im NAR-Kolleg vorgetragen, diskutiert und anschließend gegebenenfalls modifiziert. Im Mittelpunkt des gewählten Themas stehen die jeweiligen Vorhaben und wissenschaftlichen Ergebnisse der Forschungsgruppen des NAR und die dazugehörige aktuelle internationale Literatur der Alternsforschung, Präventivmedizin und Public Health. Die Ergebnisse werden in  gedruckter oder elektronischer Form in regelmäßigem Turnus zusammengefasst und allgemein verständlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (siehe "Neues aus dem NAR-Kolleg" und "NAR-Newsletter").

Die Kollegiaten haben Residenzpflicht, treffen sich zweimal wöchentlich zum Austausch und jeden Mittwoch im wöchentlichen Kolloquium, bei dem ein Kollegiat seine Arbeit so vorstellt, dass alle Kollegiaten ungeachtet ihres fachlichen Hintergrunds über das vorgetragene Thema nachdenken und diskutieren können. Am wöchentlichen Kolloquium nehmen auch Wissenschaftler des NAR teil. Die Kollegiaten besuchen Seminare und Veranstaltungen des NAR.

Jeder Kollegiat wählt zwei Fellows entsprechend der gewählten  Forschungsbereiche aus dem Kreis der Forschungsgruppenleiter des NAR. Regelmäßige Treffen von Kollegiat und Wissenschaftlern aus diesen Bereichen stellen sicher, dass die Verbindung von "disziplinärer Tiefe" mit "nterdisziplänerer Breite" erreicht werden kann.

Die Kollegiaten kommen in der Regel für ein Jahr nach Heidelberg. Eine Verlängerung ist möglich. Kollegiaten, die keinen Gehalt oder Ruhegehalt beziehen, erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von EUR 1.500 (nicht promovierte Wissenschaftler) -2.000 (promovierte Wissenschaftler). Teilstipendien können gewährt werden, um den Stipendiaten die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit der Betreuung ihrer Kinder zu widmen.

Rechte und Pflichten der Kollegiaten sind in einer Satzung geregelt, die sich an die Geschäftsordnung des NAR und die Satzung des Wissenschaftskollegs zu Berlin anlehnt. Die Satzung wird von den Vertragspartnern des NAR verabschiedet.

Leitung des NAR-Kollegs zu Heidelberg

Vorstand (Rektor) des NAR-Kollegs ist der geschäftsführende Direktor des NAR (derzeit Konrad Beyreuther, Universität Heidelberg). Zusammen mit dem wissenschaftlichen Administrator (Birgit Teichmann, NAR) führt er die laufenden Geschäfte und stellt den jährlichen Haushaltsplan auf. Ist der Vorstand an der Ausübung seines Amtes verhindert, so wird er in wissenschaftlichen Angelegenheiten durch den stellvertretenden Direktor des NAR (derzeit Hermann Brenner, DKFZ), in Wirtschaftsangelegenheiten durch den wissenschaftlichen Administrator vertreten.

Der ehrenamtliche Wissenschaftliche Beirat des NAR berät den Vorstand in allen wissenschaftlichen Angelegenheiten. Insbesondere bei der Berufung von Kollegiaten stützt sich der Direktor des NAR auf die Empfehlung dieses international zusammengesetzten Gremiums, das auch im Turnus von zwei Jahren, eine Evaluation der Arbeit des NAR-Kollegs vornimmt.

Mit freundlicher Unterstützung der Klaus-Tschira Stiftung

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 21.05.2014
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