Gerontologie

Voss Neu GrHenrike Voß - Gerontologin M.A.
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Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg

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Fellows: Prof. Dr. Andreas Kruse

 

Eine qualitative Untersuchung zu Advance Care Planning in Deutschland mit dem Fokus auf die Verschiebung von Werten und Haltung bei Personen mit Demenz im Verlauf der Erkrankung – Eine Längsschnittstudie

Advance Care Planning (ACP) bedeutet in der deutschen Übersetzung: Behandlung im Voraus planen (BVP). Dieses Programm etabliert sich seit einigen Jahren auch in Deutschland (Ursprung in den 1990er Jahren in den USA) und kann „als ein neues Konzept zur Realisierung wirksamer Patientenverfügungen“ (in der Schmitten et al. 2016:177) betrachtet werden. ACP ist ein andauernder „Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern und ihren Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, mögliche Behandlungsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen“ (in der Schmitten & Marckmann 2015: 84). Die Bedeutung eines solchen Gesprächsprozesses steigt mit dem Umstand der Diagnose-stellung Demenz exponentiell für den Betroffenen, aber auch für seine Angehörigen und weiteren Begleiter an. Das Thema „Advance Care Planning“ im Allgemeinen ist in Deutschland unzureichend beforscht. Jedoch erscheint die Evidenzlage zum Thema Advance Care Planning in Verbindung mit dem Krankheitsbild Demenz noch gravierender.

Ziel dieser Arbeit ist es, in einem ersten Schritt einen vielfach angewendeten Fragebogen zu den persönlichen Werten und der Haltung gegenüber dem Leben, schwerer Krankheit und dem Sterben zu modifizieren. In Form einer Längsschnittstudie soll schließlich herausgefunden werden, ob es zu einer Veränderung bzw. Verschiebung der eigenen Werte und Haltung zum Leben, schwerer Krankheit und zum Sterben im Laufe einer Demenzerkrankung kommt. Hieraus können hinweisende Aussagen generiert werden, die für die Behandlung, Betreuung und Pflege von Personen mit einer dementiellen Veränderung im Kontext von Vorausplanung und lebensverlängernden Maßnahmen von Bedeutung sind.

In der Schmitten, J.; Nauck, F.; Marckmann, G. (2016): Behandlung im Voraus planen (Advance Care Planning): ein neues Konzept zur Realisierung wirksamer Patientenverfügungen. Zeitschrift für Palliativmedizin, Heft 17: 177-195.

In der Schmitten, J.; Marckmann, G. (2015): Das Pilotmodell beizeiten begleiten. In: Coors, M; Jox, R.; In der Schmitten, J. (Hrsg.) (2015): Advance Care Planning – von der Patientenverfügung zur gesundheitlichen Vorausplanung, 1. Auflage, W. Kohlhammer: Stuttgart.

 

Publikationen

  • Voß, Henrike (2015). Körperliche Aktivität im Pflegealltag – Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz im Fokus. B&G Bewegungstherapie und Gesundheitssport, Heft 31, S. 156-160
  • Voß, Henrike (2014). Theaterpädagogik. Lebenserfahrung auf die Bühne bringen. ProAlter, Heft 1, S. 42-43

 

Auszeichnungen

  • Studienpreis für die Bachelorthesis zum Thema „Nebendiagnose Demenz“ – Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ der Katholischen Fachhochschule Freiburg in Kooperation mit dem Institut des St. Josephshaus Herten, 10/2012

 

Kurzlebenslauf

seit 10/ 2016   Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“, Universität Heidelberg
2015 - 2016   Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften – Aufbau des Fachbereichs „Simulationspatientenprogramm“, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
2012 - 2015    Studentische Hilfskraft in der Informations- und Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), Köln
2011 - 2015   Masterstudium im Bereich Sport- und Bewegungsgerontologie, Deutsche Sporthochschule Köln      
2008 - 2011   Bachelorstudium im Bereich Pflegepädagogik, Theaterpädagogik, Katholische Hochschule Freiburg    
2007 - 2008   Gesundheits- und Krankenpflegerin am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV), Lausanne (CH)
2007 - 2008   Grundkurs Palliative Care am Malteser Krankenhaus, Bonn-Hardtberg
2004 - 2007   Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Schwesternschule des Universitätsklinikums Heidelberg    

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Änderung: 29.01.2018
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