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Public Lectures

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09. November 2017, 17-19 Uhr, Universität Heidelberg

 

Christine Keller, M.Sc., Netzwerk AlternsfoRschung, Universität Heidelberg

Warten auf... Gedanken und Anregungen zu sinnerfüllter Gestaltung des Alter(n)s
Einblicke in das Leben von alten Menschen in institutionellen Pflegeeinrichtungen bilden den Ausgangspunkt für diese Gedanken zur sinnerfüllten Gestaltung des Alter(n)s. Warten zeigt sich hier als ein Phänomen, das im Alter scheinbar eine andere Qualität erlangt. Wie jeden Tag verweilt die 83-jährige Paula Steger mit geneigtem Kopf nach dem Essen stundenlang an ihrem Platz und wartet ihren Aussagen zufolge „auf einen günstigen Moment“. Die alte Dame ist Bewohnerin einer Altenpflegeeinrichtung.
Sie erinnert an Estragon und Wladimir, die in dem Stück „Warten auf Godot“ ihre Zeit damit verbringen, nichts anderes zu tun, außer zu warten, ohne zu wissen, auf wen oder was sie warten. Unter Beachtung der Verletzlichkeiten des Alters fragt der Vortrag nach den Potentialen und Variationen, Zeit bis ins hohe Lebensalter sinnhaft zu gestalten.

 

Prof. Dr. Theo Hartogh, Universität Vechta

Musizieren im Alter, Miteinander musizieren – gemeinsam lernen
Wie kein anderes Medium ermöglicht Musik ein Synchronisieren mit anderen und gleichzeitig ein intensives leibliches Erleben auf emotionaler, sozialer,kognitiver und motorischer Ebene. Beispiele hierfür sind das Singen im Chor oder das Instrumentalspiel in einem Orchester oder einer Band. Die steigende Zahl von SchülerInnen 60+ an deutschen Musikschulen belegen das Interesse Älterer, musikalisch Neues zu lernen; und es werden vor allem Gruppenangebote angefragt. Das gemeinschaftliche musikalische Erleben steht auch dementiell veränderten Menschen offen, die sich trotz kognitiver Einbußen in der Musik ausdrücken und ihre Identität zeigen sowie musikalisch Neues lernen können.

 

Jochen Schmauck-Langer, FH Münster

Sinn und Sinnlichkeit – Eine andere Möglichkeit zur teilhabeorientierten Kommunikation
Die Anregung richtet sich an Menschen mit wenigen oder gar keinen Erfahrungen mit ‚Hochkultur‘, wie sie in vielen Museen präsentiert wird. Wie die Besucherforschung nachweist, sind dies bis zu 90 % der Bevölkerung. Teilhabe-orientierte Vermittlung setzt keinen Bildungshintergrund, keine (kunst)historischen Kenntnisse voraus. Im Zentrum stehen wenige Bilder oder Objekte, die gemeinsam entdeckt werden, nur auf der Basis dessen, was visuell allen gemeinsam zugänglich ist. Die Teilnehmenden bringen ihre eigene Lebenswelt, ihre Ressourcen, Wahrnehmungen und Erfahrungen ein. Und ihre Meinungen. Dabei gibt es kein Falsch. Wenn ein solches gemeinsames Entdecken gelingt, vermag es das Selbstwertgefühl geradezu zu beflügeln - und Lust auf mehr wecken! Weil die Zuhörer vermutlich noch keine genaue Vorstellung haben, wie das gehen soll, steht im Zentrum des Impulses eine praktische Übung, bei der Teilnehmer ein Bild gemeinsam ‚entdecken‘ werden.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg

Podiumsdiskussion

 

 

Moderation I Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther

Minipfeil Rotflyer

 

 

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(mit Möglichkeit zum Videovortrag)
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Editor: Email
Latest Revision: 2017-09-20
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